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Osterspaziergang 7/12

Matthäus 27,24-26

Die Soldaten des Gouverneurs brachten Jesus ins Prätorium und versammelten die ganze Mannschaft um ihn. Sie zogen ihn aus und hängten ihm einen scharlachroten Mantel um, flochten aus Dornenzweigen eine Krone, setzten sie ihm auf den Kopf und drückten ihm einen Stock in die rechte Hand. Dann knieten sie vor ihm nieder, verspotteten ihn und riefen: „Es lebe der König der Juden!“  Sie spuckten ihn an, nahmen den Stock und schlugen ihm damit auf den Kopf.
Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie ihn ab, um ihn zu kreuzigen.


Kennen Sie den Film „Die Passion Christi“ mit Mel Gibson? Bis heute ist der Film für manche einfach zu brutal, um ihn sich anzusehen.
Dabei zeichnet auch dieser Film noch eine stark abgeschwächte Form davon, was damals wirklich passiert ist.
Es waren nicht kleine Rosendornen, aus denen die Dornenkrone bestand, sondern lange, spitze, harte Dornen, die man Jesus auf den Kopf drückte.
Das war Folter.
Mit dem Purpurmantel drückten sie aus, dass Jesus nur ihr „Fake-König“ war. Sie schlugen ihn auf den Kopf, also auf die Dornenkrone, die sich tief durch die Haut bis auf die Knochen drückte. Aus purer Verachtung und Spaß spuckten sie ihn an.
Und Jesus schwieg. Er litt und liebte seine Peiniger. Auch für den größten Spötter und gewalttätigsten Aggressor ging Jesus unbeirrbar seinen Weg weiter.

Fassen Sie die Dornenkrone vorsichtig an und stechen Sie sich ein wenig. Und dann stellen Sie sich vor, wie schmerzvoll das alles gewesen sein muss. Was für eine riesige Liebe muss das sein, die das erträgt und schweigend weitergeht?


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