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Allzeit Bereit!

eine imaginäre Qualitätsstufe seines Christseins zu erreichen, um damit anfangen zu können. Am Ende tat er aber nichts, weil er diese Stufe nie erreichte und es blieben Resignation und der neidvolle Blick auf die Evangelisten zurück, bei denen so viele Menschen zum Glauben kommen.  
Einmal erzählte mir ein Pastor, dass er noch immer darauf warte, es einmal zu erleben, dass ein Mensch bei ihm sein Leben mit Jesus fest macht. Unzählige Gespräche habe er geführt, aber noch nicht einen „erfolgreichen Abschluss“ erlebt.

Natürlich ist es eines der schönsten Dinge, die man miterleben kann, wenn einer sein Leben mit Jesus beginnt. Und noch schöner ist es, wenn man dann sieht, wie er im Glauben wächst und seine Beziehung zu Jesus das ganze Leben verändert.
Gut vergleichbar ist das mit dem Schönen, wenn man die Früchte seiner täglichen Arbeit einfährt: Die Ernte im Herbst oder der erfolgreiche Abschluss eines mehrmonatigen Projektes, wo man sogar befürchtete, es könnte noch scheitern.

So, wie wir alle wissen, dass jedes Ding seine Zeit braucht, so selbstverständlich gilt das auch für die Beziehung eines Menschen zu Jesus. Oft dauert es Jahre und unzählige Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Christen und besondere Lebensführungen, bis ein Mensch die Liebe Gottes begreift und „Ja“ zu Gott sagt. Das ist dann - wie es auch in der Bibel heißt - der „Erntetag“.  Also ein Tag nach unzähligen Tagen und Jahren mit einer ganz persönlichen Vorgeschichte, die Gott mit dieser Person gegangen ist.

Petrus schreibt, wir sollen jederzeit bereit sein, Rechenschaft über unsere Beziehung zu Jesus zu geben.  Damit liegt die Betonung darauf, dass wir immer damit rechnen dürfen, dass jede unserer Begegnungen mit Menschen Bedeutung haben kann, ob wir es merken oder nicht!

Jede Begegnung, die ein Mensch mit einem Kind Gottes hat, hat er damit auch mit dem „Geist, der in uns wohnt“ - also mit Jesus selbst. Welche Rolle unsere Begegnung mit anderen im Blick auf deren Beziehung zu Jesus spielt, können und müssen wir nicht wissen (würden wir aber zu gern…).
Und wenn es dann vorkommt, dass einer zu uns sagt: „Was du mir damals gesagt hast / Was du einmal gemacht hast, das hat mir zu denken gegeben“, dann kann das so ein Moment gewesen sein, der irgendwann im Blick auf die Rettung dieses Menschen von Bedeutung war.

Darum ist es mir wichtig geworden, dass ich mich nicht erst darüber freue, wenn ein Mensch zum Glauben gekommen ist, sondern wenn ich die Gelegenheit hatte, jemandem von Jesus zu erzählen und warum ich an ihn glaube. Genau dazu sollen wir jederzeit bereit sein - das ist unser Job. Alles andere ist Gottes Job.

 

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