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Vom Nutzen des Wortes Gottes

höchst fromm erscheinenden Worten genau das vermitteln, was mit 2. Tim. 3,16 nicht gemeint ist. Dort heißt es:


ALLES, was in der Schrift steht,
ist von Gottes Geist eingegeben,
und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift.
Sie unterrichtet in der Wahrheit,
deckt Schuld auf,
bringt auf den richtigen Weg und
erzieht zu einem Leben nach Gottes Willen.
(2. Tim 3,16)



Seit vielen Jahren beobachte ich, wie nach den theologischen Fakultäten an den Universitäten mehr und mehr auch ehemals bibeltreue Ausbildungsstätten dazu übergegangen sind, dass es nicht mehr die EINE Lehre gibt. Man kann doch alles so oder so sehen. Ein junger Kollege sagte mir einmal: „Wer bin ich denn, dass ich den Menschen sage, was richtig und falsch ist?“
Gottes Wort beschreibt dieses Richtig und Falsch. In einem sehr sehenswerten Beitrag  von dem Youtube-Kanal „offen.bar“ (hier der Link zu YouTube)  geht es um „Irrlehren“ und wie man sie erkennt. Dort wird als Beispiel ein Patient erwähnt, der seinen Arzt um eine Diagnose bittet. Kein Patient wäre mit einer Antwort zufrieden, wenn der Arzt ihm nicht sagen würde, was Sache ist.

Gottes Wort sagt uns, was Sache ist. Manchmal ist das eine harte Diagnose, wenn die Wahrheit unsere Schuld aufdeckt und es darum geht, dass wir lieb gewordene Angewohnheiten umstellen müssen. Doch so, wie ein Arzt sich der Gesundheit, dem Heil des Menschen verpflichtet weiß, so ist es die Bibel, das Wort Gottes noch viel mehr.

Die Bibel ist Gottes Therapiebuch für uns. Gott möchte uns damit heil machen, an Körper und Geist, vor allem aber in der Beziehung zu ihm. Darum gibt es nichts Gefährlicheres, als dass diese Wahrheit verdreht wird.
Vor einiger Zeit erzählte mir ein Kollege aus einer anderen Kirche, wie er inzwischen gute theologische Gründe hätte, biblisch klare Aussagen anders zu verstehen. Das tat mir weh. Gottes Wort ist in vielen Dingen so eindeutig und klar, weil es uns verändern, heil machen möchte!

Logischerweise streitet der natürliche (alte) Mensch in uns immer wieder mit solchen biblischen Aussagen, die uns mit Gottes Wahrheit konfrontieren, wenn sie gegen unser Wollen und Empfinden lauten. Doch will ich gesund werden oder nur hören, was ich hören will?

In meinem Umfeld gibt es einen Menschen, der jahrelang von Arzt zu Arzt gereist ist, bis er den Arzt gefunden hatte, der ihm das sagte, was er hören wollte. Inzwischen kann er kaum noch laufen, für die früher abgelehnten Operationen ist es einfach zu spät. Mir tut das weh und leid - vermutlich wäre es heute anders, wenn er sich früher hätte operieren lassen.
Manchmal entdecke ich, dass man genauso gefährlich mit dem Wort Gottes umgehen kann. So modern das heute ist (man findet immer den Theologen, der die Bibel so auslegt, wie man sie hören möchte), es hilft nicht, weil es nicht heil macht.
Denn am Ende zählt nicht, was ich mir eingeredet habe oder mit welcher Brille ich die Bibel nach welcher Lesart gelesen habe.

Wie Paulus es dem jungen Timotheus hinter die Ohren schreibt, so will ich es stehen lassen und unermüdlich dazu ermutigen und ermahnen: Gottes Wort gilt - ohne Abstriche! Je länger der Weg ist, um eine Aussage zu begründen, um so misstrauischer darf man werden.
Ein Gedanke, der mich im Bezug auf die sog. moderne Theologie immer wieder umtreibt:
Ist es nicht gerade ein Zeichen übermäßigen Hochmuts, wenn unsere Generation meint, dass der Heilige Geist die Wahrheit des Wortes Gottes 2000 Jahre falsch vermittelt und erst uns richtig erklärt habe?

Der Nutzen des Wortes Gottes kann nicht hoch genug bewertet werden! Darum lohnt es sich, dieses Wort zu kennen, zu verinnerlichen und in ihm zu leben. Allein schon deshalb, weil Jesus selbst dieses Wort ist! Darum lasst uns die Schrift nutzen, damit sie uns zum Nutzen wird!


 

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