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Kann ich noch Kontakt zu Gott aufnehmen? PDF Drucken E-Mail

Frage:
Kann ich heute noch kontakt zu Gott  aufnehmen? Obwohl ich früher immer gesagt habe das er für mich nicht existiert?
Weil er zugelassen hat das mein Bruder tödlich verunglückte und noch anderes schreckliche geschehen ist.
Habe ich meine Chance näher bei Gott zu sein vertan?

 

 

Zuerst eine kurze, eindeutige Antwort auf Deine Frage:
Ja! Du kannst heute noch Kontakt mit Gott aufnehmen - und es gäbe keinen, der sich mehr darüber freuen würde als Gott selber: Johannes 3,16: Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.

Gottes Liebe gilt uns - bis zum letzten Atemzug! Sehnsüchtig wartet er darauf, dass wir uns seiner Liebe öffnen. Alles hat er möglich gemacht - alle unsere Schulden in Jesus bezahlt - damit wir Kontakt zu ihm aufnehmen können. Glaub mir: Es gibt nichts, wirklich NICHTS, dass wir tun könnten, das schwerer wiegen würde, als das Jesus für uns am Kreuz gestorben ist. Das einzige, was schwerer wiegt, ist, wenn wir diese Tat Gott ablehnen, sie nicht annehmen (die Bibel nennt das auch Sünde gegen den Heiligen Geist). Darum ein klares JA auf Deine Frage, ob Du noch Kontakt zu Gott aufnehmen kannst. Lies einmal Lukas 3,5ff! Da erzählt Jesus in einem Gleichnis davon, wie ein junger Mann sich von seinem Vater lossagt (ihn nach damaligem Recht "für Tot erklärt"), sein Erbe fordert, alles verprasst und dann bei den Schweinen zur Besinnung kommt. Als ihm bewusst wird, wie sehr er sein Leben in den Sand gesetzt hat, wagt er zitternd den Weg zurück zum Vater und erlebt, wie dieser sich unbeschreiblich freut und ein Freudenfest für ihn veranstaltet.


  "Damit macht Gott deutlich:
Du darfst immer und zu jeder Zeit zu mir zurückkehren, mit mir Kontakt aufnehmen.
Ich freue mich darüber und warte sehnsüchtig auf Dich".


Der Punkt, an dem wir Menschen bereit werden, diese Umkehr zu Gott ernsthaft in Erwägung zu ziehen, kann sehr unterschiedlich sein. Zu persönlich ist die jeweilige Geschichte eines jeden Menschen. Zu unterschiedlich sind unsere Erlebnisse und unsere Empfindungen. Du schreibst von fürchterlichen Verletzungen, die für fast jeden anderen Menschen schlichtweg unsichtbar sind. Du schreibst von Erlebnissen, die weh tun und die immer wieder die Frage nach dem Warum und Wozu und auch nach der Rolle Gottes dabei aufwerfen. Man kann Dinge erleben, in Situationen kommen, an denen man irre an Gott werden kann. Aber das hält Gott aus!

Lies bitte einmal Psalm 73! In dem Psalm gibt uns Asaf einen tiefen Einblick in sein Ergehen. Er fragt sich: Was bringt es mir, dass ich einem Gott vertraue, und nichts davon habe? Anderen geht es besser, andere sind gesünder, andere sind reicher....
Fast - so schreibt Asaf - hätte ich auch mit Gott Schluß gemacht. Die Wende kam, als Asaf aufhörte, die Frage nach dem Warum und Wozu zu stellen. An dieser Frage zieht Satan uns in einen Teufelskreis, aus dem wir nicht mehr rauskommen und wo Gott keinen Platz haben wird. Denn Gott ist zu groß für unsere Gedanken. Wir werden sie nie begreifen können.
Bei Asaf kam die Wende, als er sich vertrauensvoll wie ein Kind in den Tempel, in die Gegenwart Gottes flüchtete. So, wie Jesus es (in Matth. 18,3) später als richtungsweisend hinstellte, sprach er seine Not vor Gott aus, erwartete nicht mehr eine Antwort, die er verstehen kann, sondern suchte den Trost in der Nähe und Gemeinschaft mit Gott. Vertrauensvoll, wie Kinder, die noch alles ihren Eltern zutrauen und eine tiefe Geborgenheit erleben, so will Gott uns begegnen. Das Leid, die Not, die Ungerechtigkeit dieser Welt werden wir auf dieser Welt nicht abschalten können - aber Gott will uns in dieser Not, in diesem Leiden und in unserer Trauer und Angst begleiten, trösten und Perspektiven aufzeigen, die über dieses sichtbare Leben hinaus gehen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen (auch weil ich Leute kennengelernt habe, die dasselbe wie du erlebt haben), dass solche Erfahrungen sehr, sehr weh tun und man daraufhin Gott den Rücken zukehren möchte. Gott tut das weh - aber er hält das aus, wartet und liebt weiter - und wünscht sich nichts anderes, als das wir zu ihm kommen, uns von ihm trösten lassen. Wie sehr Gott mitleidet, zeigt uns die Aussage, die Johannes in der Offenbarung (Kap. 21,3ff) aufgeschrieben hat: Gott wird abwischen alle Tränen von unseren Augen!
Darum möchte ich Dir von ganzem Herzen Mut machen, den Kontakt zu Jesus neu zu suchen. Weihnachten ist doch eine super Möglichkeit dazu, einen neuen, ersten Schritt hin zu Jesus zu machen!

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. Dezember 2007 um 19:48 Uhr
 
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