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Ich habe mich schon im Jahr 2005 für den Herrn Jesus Christus entschieden , hab mich dann aber von Gott abgewendet und oft gegen ihn gesündigt obwohl ich irgendwie sogar wusste das es Falsch war. Ich will Gottes Kind sein aber ich wähle oft mutwillig die Sünde also den Weg gegen Gott, aber ich hab dieses Gebet in Gedanken mitgesprochen und will gerettet werden.!!!Jetzt ist meine Frage ob ich noch Gottes Kind also Christ sein kann oder ob Gott mich verworfen hat. Könnt ihr mir dazu vielleicht eine Antwort sagen die sich auf die Bibel gründet. Wäre schön wenn ihr mir anworten könntet.
Die Sünde gehört (leider) zum Leben in dieser Welt. Jeder, der sich ein Leben ohne Sünde wünscht, der ein Leben in einer ungestörten Beziehung zu Gott haben möchte, kennt den Kampf mit der Sünde. Doch wie geht man so mit ihr um? Zwei allgemein übliche Unarten sind diese:
1 - wir leugnen sie!
- so etwas tue ich nicht!
- so etwas kommt bei mir nicht vor!
- ich habe doch Jesus lieb - da passiert sowas nicht!
So hat auch Petrus einmal gedacht und geredet: Jesus, wenn alle dich verlassen und verraten - ICH doch nicht...... bis er überführt wurde.
2 - wir verniedlichen sie!
- wir sind ja alle kleine Sünderlein..
- und unsere Sünden sind ja VIEL KLEINER, wenn man die Sünden der anderen vor Augen hat! (Splitter und Balken)
- und eigentlich bin ich ja gut - ich habe ja Jesus
Und dabei tobt in uns ein Kampf, der uns bis aufs Blut fordert. Doch das vor den anderen zugeben: NEIN! Ein Christ darf so etwas nicht, ein Christ sündigt nicht mehr... Punkt!
ABER: WO steht das in der Bibel?? In Johannes 8,7 sagt Jesus: „Wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ - und alle verkrümmeln sich! Trotzdem spüren wir innerlich, tief drinnen in uns, in der Seele, einen Kampf, an dem wir drohen kaputt zu gehen!
Ja, wir gehen im Kampf gegen die Sünde kaputt, während der Teufel lachend und feixend neben uns steht und uns immer noch mehr anfeuert: Siehst du, du musst noch besser werden! So hat Jesus dich nicht lieb! So kommst Du nie in den Himmel! Wenn du das nicht erst schaffst, dann kann Gott mit dir nichts anfangen! Wer so etwas tut ist eine Schande für Jesus und die Gemeinde .... usw.
Ja, da steht der Teufel triumphierend neben uns und sagt uns: Du lebst genauso, wie ich es will, aber nicht, wie Jesus es will! Und wir stehen stumm daneben und nicken innerlich: Recht hat er - doch hoffentlich merken es die anderen nicht! Und: Wer soll mich da noch retten? Jesus ist zwar für mich gestorben, aber mit der Sünde, das packe ich nicht!
Tatsache ist aber auch: Ich kenne keinen, KEINEN!!, der es geschafft hätte, die Sünde restlos aus seinem Leben zu verbannen. Nach außen hin kann es vielleicht hin und wieder so aussehen - doch wer das ernsthaft behauptet, der lügt! Denn: Wer behauptet, ohne Sünde leben zu können, der widerspricht der Bibel: Römer 3,23 Denn darin sind die Menschen gleich: Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte.
Das ist die sachliche Bestandsaufnahme über unser Leben in dieser Welt! Die Sünde ist Bestandteil unseres Lebens - und wir können noch so oft, noch so intensiv und noch so fantasievoll Ausreden und Ausflüchte suchen - wir kommen nicht von ihr los. Gottes Wort sagt uns an keiner Stelle, dass wir sündlose Menschen sind, oder es durch Jesus auf dieser Erde einmal werden könnten - aber in der Bibel zeigt uns an Jesus - und das ist der entscheidende Unterschied - WIE wir mit der Sünde in unserem Leben umgehen können!
Paulus schreibt von sich selber: Römer 7, 18 Ich weiß wohl, dass der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch darum bemühe. 19 Ich will zwar immer wieder Gutes tun und tue doch das Schlechte; ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch. 20 Wenn ich also immer wieder gegen meine Absicht handle, dann ist klar, dass es die Sünde in mir ist, die mich zu allem Bösen verführt. 21 Ich mache immer wieder dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue das Böse. 22 Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als Gottes Gesetz zu erfüllen. 23 Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieser Widerspruch zwischen meiner richtigen Einsicht und meinem falschen Handeln beweist, dass ich ein Gefangener der Sünde bin. 24 /25 Ich stelle also fest: Innerlich stimme ich zwar dem Gesetz Gottes zu, aber in meinen Taten folge ich dem Gesetz der Sünde.
Das, was Paulus hier beschreibt, erleben wir auch:
1. Zwei Herzen streiten in meiner Brust Der erfolgreiche Apostel Paulus bezeichnet sich selber als den größten Sünder - und es ist wahr! Aber das gilt aber nicht nur für Paulus!! Denn je mehr der Heilige Geist in uns zum Zug kommt, um so deutlicher erkennen wir - gerade im Laufe unseres Lebens mit Jesus- unsere Sündhaftigkeit - und das meine ich Buchstäblich! Die Sünde haftet in uns, wie Pech und Schwefel! Sie ist elementarer Bestandteil und sie löst sich nicht einfach ab, wenn ich mich zu Jesus bekehre. Sie verschwindet nicht einfach, wenn ich nur genug Glaube, sie wird auch nicht kleiner durch fromme Leistungen und viel Bibellesen. Sie ist da - und sie wohnt in mir! Wenn wir das endlich begreifen, dass wir - auch als Christen - NICHT sündlos sind und es als Menschen nie werden, dann haben wir einen entscheidenden Teil der göttlichen Wahrheit entdeckt, die uns frei macht! Dann haben wir das erste Mittel gefunden, um Satan widerstehen zu können!
Das ist es, was auch Paulus erst nach harten inneren Kämpfen durchlebt hat! Das ist , woran Martin Luther auf der Suche nach seinem gnädigen Gott fast gescheitert wäre! Und das ist es auch, woran wir scheitern, wenn wir es nicht begreifen: Die Sünde ist da - aber Jesus ist größer! Sie Sünde lebt in mir - aber genau darum brauche ich Jesus (und darum kommt Jesus zu mir!). Mit Jesus hat die Sünde nicht ihre Existenz, aber ihre höllische, todbringende Macht verloren!
Wir sind Sünder, vom ersten bis zum letzten Atemzug. Aber wir müssen uns nicht von der Sünde klein kriegen lassen. Schon seit Kain lautet der Auftrag Gottes an uns: 1.Mose 4,7 "Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du doch jedem offen ins Gesicht sehen. Wenn du jedoch Böses planst, dann lauert die Sünde dir auf. Sie will dich zu Fall bringen, du aber beherrsche sie!" -> unser Auftrag lautet: über die Sünde herrschen! -> nicht: uns von der Sünde beherrschen zu lassen!
Da sitzt einer, der sein Leben lang ohne Computer gearbeitet hat zum ersten Mal vor so einem Rechner und muss nun damit umgehen, weil es der Chef fordert. Der erlebt sich zwangsläufig als Sklave des Rechners. Denn nicht er beherrscht den PC, sondern er wird von den Macken und Tücken der Technik beherrscht! Nun hat man da auch die Möglichkeit sich den Gegebenheiten zu fügen - doch dann wird man sich immer beherrscht vorkommen! Besser ist es, die Technik soweit in den Griff zu kriegen, dass man sie beherrscht! Das aber ist dann eine Frage des WOLLENS und des ÜBENS!
Darum geht es auch im Umgang mit der Sünde! Solange sie für mich eine undefinierbare Größe ist, der ich lieber aus dem Weg gehe, als sie zu akzeptieren und sie beherrschen zu wollen, solange wird sie mich beherrschen! Gott hat im Laufe der Geschichte an Israel deutlich gemacht, wie zunächst Israel mit der Sünde umgehen sollte: Es musste immer und immer wieder Wiedergutmachung leisten (opfern) - und dafür kam nur das Beste und Teuerste in Frage. Zu keinem Zeitpunkt wurden die Israeliten dadurch dauerhaft sündlos - und Gott fordert das auch weder von ihnen noch von uns! Denn Gott weiß, dass das nicht geht.
2. Wir brauchen eine Erlösung, die von außen kommt Paulus beschreibt das so: Römer 3, 22 -26 22 Gott spricht nämlich jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. 23 Denn darin sind die Menschen gleich: Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte. 24 Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. 25 Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für uns verbluten lassen. Das erkennen wir im Glauben, und darin zeigt sich, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht. In seiner Geduld hatte Gott ja bis dahin die Sünden der Menschen ertragen, 26 um sie jetzt um Jesu willen zu vergeben und damit seine Gerechtigkeit zu erweisen. So steht fest, dass Gott allein gerecht ist und nur den von seiner Schuld freispricht, der an Jesus Christus glaubt. Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben.
Den Kampf gegen die Sünde können wir nicht gewinnen, weil das außerhalb unserer Möglichkeiten steht. Aber Gott befreit uns von dem Ausgeliefertsein an die Sünde - nämlich aus der Todesspirale:
Wir kämpfen und kämpfen und kämpfen - und schaffen es nicht! Satan kommentiert das dann noch: du bist kein Gotteskind mehr - und wir gehen unter der Last der Sünde kaputt! Aus dieser Todesspirale befreit uns Jesus: Er sagt:
- Du bist ein Sünder - aber du hast mich!
- Du bist ein Versager, aber du hast mich!
- Du bist ein Ehebrecher, ein Lügner, ein Betrüger, ein...
... und jeder weiß selber, was er alles ist - das sind wir, aber wir haben Jesus!
Und dann dürfen wir dem Teufel in der Kraft Jesu entgegentreten, wenn er uns einredet: wir kommen nicht in den Himmel, weil wir so sind! Ja, dann dürfen wir ihm sagen: Du hast zwar mit allem Recht, ABER dafür ist Jesus gestorben!
Es heißt allgemein, dass man mehr aus seinen Fehlern lernt, als aus seinen Erfolgen. Übertragen heißt das auch für das Leben mit Jesus: Gebe ich doch mein Versagen zu und gestehe es mir und anderen zu, ein Lernender zu sein! Jesus vergibt uns, damit wir lernen können. Seine Vergebung schafft Freiraum für geistliches Wachstum:
Römer 8,1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Das ist kein Freibrief zum drauf los sündigen, es ist auch keine billige Entschuldigung, wenn man die Sünde nicht lassen will. Aber es ist die gute Nachricht für alle, die sich nicht mit der Sünde zufrieden geben wollen. Sie dürfen aus der Vergebung heraus in einen Lernprozess mit Jesus einsteigen:
Sünden erkennen -> bekennen -> meiden -> beherrschen
In meiner Jugendkreiszeit sangen wir gerne das Lied, in dem es heißt: „...besser sind wir nicht, aber besser sind wir dran. Jesus macht uns frei, fängt neu mit uns an!“ Das trifft es auf den Kopf. Bessere Menschen sind Christen nicht zwangsläufig - sie werden es durch die Gnade Gottes manches mal früher, manches Mal auch erst später. Ganz sicher sind Christen aber besser dran! Denn Jesus-Leute wissen: wir haben einen Gott der Wahrheit und Gnade!
3. Wir brauchen eine Wahrheit, die frei macht. Die Wahrheit Gottes zeigt uns, wer wir wirklich sind. Sie erforscht unser Denken und Wünschen - und sie deckt schonungslos jede Sünde auf. Die Wahrheit Gottes ist aber auch Gnade: Eine Gnade, die uns so sehr liebt, dass sie alles tut, um Sünder zu retten. Wir haben einen gnädigen Gott, der uns nur aus einem einzigen Grund gerecht spricht: Jesus! Mit diesem Jesus werden wir zu Kindern Gottes, die himmlische Mächte, die Engel, und den Heiligen Geist zur Seite gestellt bekommen, um auch der Sünde in unserem Leben begegnen zu können.
Gott liebt Dich - wie Du bist - auch mit deiner Vergangenheit. Aber er möchte mit dir deine Zukunft neu gestalten. Bekenne ihm deine Sünde - und lass den ran, der helfen kann. Nicht DU - JESUS wird es tun. Vertraue ihm!
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