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In acht Lektionen zum Selbststudium oder für Hauskreise: Der Bibelgrundkurs "Gottes Weg zum Heil". Ein chronologischer Überblick, der Gottes Heilsgeschichte von 1. Mose bis zur Offenbarung beschreibt. Mehr...

Aufruhr im Gottesdienst PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

Das ist der Hammer! Aufruhr im Gottesdienst von Kapernaum. Die heilige Atmosphäre wird durch Zwischenrufe gestört. Wer wagt es, dem Prediger ins Wort zu fallen, erst recht, wenn es Jesus ist?
Es ist eine besondere Predigt, so empfinden es die Zuhörer. Verwunderung und Bewunderung lösen die Worte aus, die Jesus spricht und jeder merkt: Das ist heute etwas ganz Besonderes, so eine Predigt gibt es nicht alle Tage. Da möchte man jedes Wort hören, jeden Satz in sich aufnehmen. Doch ausgerechnet in diesem Gottesdienst, bei diesem Prediger kommen Zwischenrufe. Da ist einer, der hält sich nicht an das Protokoll, der stört die Liturgie, der unterbricht sogar Jesus!

Nach wenigen Sätzen bekommen die Zuhörer mit: Hier treffen zwei Mächte aufeinander. Auf der einen Seite kommt Gott selbst in

 

seinem Sohn zu Wort, auf der anderen Seite ruft Satan in einem Menschen dazwischen.

Auf den ersten Blick bedauere ich die Gottesdienstbesucher, die in ihrer Andacht gestört werden. Doch eigentlich muss der Mann mir leidtun. Er ist besessen, von einem teuflischen Geist ferngesteuert. „Unrein“ wird der Geist in der Lutherbibel genannt. Unrein steht für das Gegenteil von Gott. Gott ist rein, sauber, heilig.
Auf den zweiten Blick tun mir die Gottesdienstbesucher nicht mehr leid. Denn sie bekommen jetzt live etwas von dem zu sehen, was sich ständig in der unsichtbaren Welt um uns herum abspielt: Der Kampf Satans gegen Gott. Meistens bekommen wir Menschen davon nicht viel zu sehen. Viel öfter sehen wir nur die Auswirkungen dieses Kampfes.
Da bringt plötzlich ein unerklärlicher Streit den Aufbruch in der Gemeinde zum Erliegen oder
mitten in der Vorbereitung für eine evangelistische Aktion kommt es zu unerklärlichen Problemen mit Mitarbeitern oder Umständen und man fragt sich: Was ist denn jetzt los, warum ausgerechnet jetzt? Paulus schreibt in diesem Zusammenhang an die Christen in Ephesus:


Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen,
nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.


 

So etwas erlebten die aufgeschreckten Gottesdienstbesucher in Kaperndem live. Unerwartet standen sie im Kampffeld der unsichtbaren Mächte, ob sie es wollten oder nicht.
Ich wünsche mir nicht, so etwas in einem Gottesdienst zu erleben.
Oder - wenn ich etwas darüber nachdenke, vielleicht doch?

Denn hier geschieht etwas, was mich stark beeindruckt und noch mehr ermutigt.
Man kann sich fragen: Warum musste dieser Mann mit dem unreinen Geist in den Gottesdienst kommen und ihn stören?
Genauso gut kann man fragen: Warum kam dieser Mann überhaupt in den Gottesdienst? Er musste doch wissen, dass er damit einen heiligen Raum betrat, in dem der Geist Gottes regiert. Hier war der Raum, wo etwas vom Reich Gottes sichtbar wurde. Genau darum kann ich mir nicht vorstellen, dass es der unreine Geist des Mannes war, der da unbedingt hin wollte. Ich glaube, dass es vielmehr der Mann war, der in der Hoffnung kam, hier frei zu werden.
Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, dass es für den Mann schon ein harter Kampf war, überhaupt diesen Raum zu betreten, den Kampf gegen den Geist zu kämpfen, der ihn in Besitz genommen hatte, der das garantiert nicht wollte. So gesehen ist es bereits ein Wunder, dass dieser Mann es in den Gottesdienst geschafft hat. Dass das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Aber wie es abläuft, ist bezeichnend.

Im Gottesdienst ruft der Geist laut heraus: Halt, was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen, uns zu vernichten. Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
Das ist der nächste Hammer: Der unreine, teuflische Geist hält es nicht aus, als er Jesus hört. Laut ruft er aus, was viele fromme Juden nicht zu denken wagen: Hier predigt Jesus, der Heilige Gottes. Mich erinnert das Geschehen an den Jakobusbrief. Da heißt es:

 


Du glaubst, dass nur einer Gott ist?
Du tust recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern.


 

Die Teufel wissen, wer Gott und wer Jesus ist - und sie zittern! Sie haben Angst, sie haben Panik vor Gott. Und das aus gutem Grund: Gegen den heiligen Gott haben sie nichts auszurichten. Menschen können sie in Besitz nehmen, versklaven, beeindrucken, aber ein Wort Jesu reicht und sie haben verloren.
Da erzählte mir jemand, wie seine Frau, eine Jüngerin Jesu, einmal hören wollte, wie Bachblüten angepriesen werden. Doch noch bevor der Vortrag begann, kam die Referentin auf jene Frau zu und bat sie, den Raum zu verlassen, weil sie sonst ihren Vortrag nicht halten könne.
Oder da war eine Person, die in ihrer Verzweiflung über die unheilbare Erkrankung eines Verwandten zu einer Voodoo-Priesterin ging. Die konnte aber nichts ausrichten, sie kam nicht durch, wie sie sagte. Die erkrankte Person war im Kirchenvorstand aktiv.

Zwei von inzwischen etlichen Berichten, wie ich sie gehört habe. Alle haben dasselbe Schema: Wo Jesus ist, haben die teuflischen Mächte verloren. Davon muss der Besessene eine Ahnung gehabt haben. Das muss seine Motivation, sein Antrieb gewesen sein: Er wollte in die Nähe Gottes. So kam er in den Gottesdienst und dort erlebte er: Jesu Wort reicht. Ich bin frei. Kein böser Geist kann ihm widerstehen, besser noch: Sie zittern und haben Angst, weil sie genau wissen: Wo Jesus ist, haben wir verloren.
Einmal saß ein Jugendlicher bei mir. Er hatte sich bis fast zur letzten Stufe mit Reiki abgegeben und wusste nicht mehr, was noch Wirklichkeit ist und was Einbildung. Eine Zauberin hatte ihn nicht befreien können, aber von Jesus wollte er auch nichts wissen, lieber ging er, wie er gekommen war.

 

Öfter besuchte mich eine andere Person, die in ihrem Umfeld Wirkungen von Geistern erlebte. Wir beteten miteinander, baten Jesus, dass seine Macht die Geister vertreibt. Jene Person erlebte, was der Junge nicht erlebte: Jesus ist stärker.


„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ heißt es im Hebräerbrief.

Jesu hammerhartes Wort Gottes wirkte in Kapernaum und es wirkt auch heute noch, unverändert! Das erlebte der Besessene damals, das können Besessene auch heute noch erleben. Und Jünger Jesu dürfen wissen: Unser Herr ist der Herr über alles.
Das ist es, was mich an dieser Geschichte froh macht und begeistert. Und wenn so etwas auch mal in einem Gottesdienst passieren würde - es würde die Ordnung stören, aber das wäre es wert, wenn Jesus einen Menschen dadurch befreien kann.

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Beitrag für ERF - BibelHeute, 10. Januar 2017

 

 
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Das Wort

Das Wort für Samstag, 19. August 2017

Salomo betete:

Gib du deinem Knecht doch ein verständiges Herz, dass er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann, was gut und böse ist.

1. Könige 3,9

Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Kolosser 3,2

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