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In acht Lektionen zum Selbststudium oder für Hauskreise: Der Bibelgrundkurs "Gottes Weg zum Heil". Ein chronologischer Überblick, der Gottes Heilsgeschichte von 1. Mose bis zur Offenbarung beschreibt. Mehr...

Jubel über Gottes Führungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

Es gibt Hobbies, die uns total begeistern. Die einen können sich stundenlang über ihren Garten unterhalten, die anderen kommen über ihr Auto oder ihren Computer ins Schwärmen. Einmal erlebte ich es sogar, wie jemand mit wachsender Begeisterung über die Planung von Routen und Fahrzeiten im öffentlichen Personennahverkehr reden konnte. Es gibt viele spannende Themen, über die Menschen intensiv und lange reden können. Das kennen Sie sicher auch. Worüber sind Sie zuletzt ins Schwärmen gekommen?

Und wann haben Sie zum letzten Mal so begeistert über Gott gesprochen? Solch eine total begeisterte Rede über Gott liegt nachfolgendem Bibelabschnitt zugrunde:
Lukas 1:
46  Da begann

Maria, Gott zu loben: "Von ganzem Herzen preise ich den Herrn. 47  Ich bin glücklich über Gott, meinen Retter. 48  Mich, die ich gering und unbedeutend bin, hat er zu Großem berufen. Zu allen Zeiten wird man mich glücklich preisen, 49  denn Gott hat große Dinge an mir getan, er, der mächtig und heilig ist! 50  Die Barmherzigkeit des Herrn bleibt für immer und ewig, sie gilt allen Menschen, die ihn ehren. 51  Er streckt seinen starken Arm aus und fegt die Hochmütigen mit ihren stolzen Plänen hinweg. 52  Er stürzt Herrscher von ihrem Thron, und Unterdrückte richtet er auf. 53  Die Hungrigen beschenkt er mit Gütern, und die Reichen schickt er mit leeren Händen weg. 54  Seine Barmherzigkeit hat er uns, seinen Dienern, zugesagt, ja, er wird seinem Volk Israel helfen. 55  Er hat es unseren Vorfahren versprochen, Abraham und seinen Nachkommen hat er es für immer zugesagt."
Mich berührt es immer wieder, wie Maria hier über Gott spricht - und genau so beschämend finde ich es, wenn ich entdecke, wie viel leichter ich über weltliche Dinge ins Schwärmen kommen kann und mir erst überlegen muss: Wofür kann ich Gott danken?

Natürlich stimmt es, dass keiner von uns so ein Gotteserlebnis haben wird, wie Maria es damals hatte, als sie in Jesus den Sohn Gottes zur Welt brachte. Doch wir erleben Gott nicht anders oder weniger als Maria, wenn der Heilige Geist in uns wohnt!  Aus diesem Grund gehört dieser Lobgesang der Maria zu einem der herausfordernsten Texte für mich, weil er die Intensität meiner Gottesbeziehung anspricht. Der Lobpreis der Maria, der hier so plötzlich aus ihr heraussprudelt, hat eine Vorgeschichte.
Aus heiterem Himmel trat ein Engel in das Leben des damals etwa 14 Jahre alten Mädchens. Sie sollte schwanger werden - und das vom Heiligen Geist.

Malen Sie sich einmal aus, wie Sie reagieren würden, wenn Ihre 14 jährige Tochter zu Ihnen kommen würde und sagen: “Mama, Papa, ich bin schwanger - vom Heiligen Geist.“
Dazu kommt, dass das für Maria eine lebensgefährliche Angelegenheit war. Sie war mit Josef verlobt. Ehebruch hätte für sie damals Steinigung bedeutet.
Merken Sie, was für ein Hammer das war, was Gott Maria da zugemutet hat?  Aber für Maria war das scheinbar kein Problem. In der Bibel finden wir keinen Hinweis darauf, dass sie sich Bedenkzeit erbeten oder gezögert hätte. Im Gegenteil: Von Anfang an hatte sie ein volles Ja zu dem Weg, den Gott sie führen wollte. Leicht war der Weg nicht, aber er wurde zu einem Weg, auf dem sie besonders intensiv Gott erlebte.  

Es ist nicht normal, wenn man von dem Heiligen Geist ein Kind bekommt - aber es ist auch nicht normal, wenn Gott einen Engel zum Verlobten schickt und so dafür sorgt, dass die Verlobung zur Ehe wird.  So massiv, wie Maria diese geistliche und gesellschaftliche Herausforderung erlebte, so massiv erlebte sie aber auch den Beistand ihres Gottes. Nachdem sich die ersten Turbulenzen gelegt hatten, ging Maria an einen Ort, an den sie sich zurückziehen konnte. Zurückziehen vor den bohrenden Fragen, wie es nur zur Schwangerschaft kommen konnte.  Es war ein Rückzug an einen Ort, an dem es Menschen gab, die sie verstehen würden.
So reiste Maria zu ihrer Tante Elisabeth, die auch gerade schwanger war. Eine Schwangerschaft, die ebenfalls Gottes Handschrift trug: Nach jahrzehntelangem Warten auf Nachwuchs erschien dem Priester Zacharias im Tempel ein Engel. Er sagte ihm, dass er trotz seines hohen Alters Vater eines Kindes werden sollte. Der Priester konnte das nicht glauben und war seit jener Begegnung mit dem Engel stumm.
In diese besondere Familiensituation zieht sich Maria zurück. Sie sucht die Nähe von Verwandten, die abseits von ihrem Alltag leben. Sie sucht die Nähe zu Menschen, die im Dienst Gottes stehen und ebenfalls eine besondere Führung Gottes durchleben. Diese Begegnung wird ihr überraschend schnell zum Segen:
Als ihre Tante sie mit dem Worten begrüßt: „Wie geschieht mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“, wird ihr schlagartig klar: Gott war auch schon hier - ich komme in eine von ihm vorbereitete Situation.

 

Nun ist Maria da, wo sie innerlich zur Ruhe kommen kann. Die ganze Last und Anspannung der letzten Tage ergießt sich in einem dankbaren Jubel über Gottes Führungen:
„Von ganzem Herzen preise ich die Größe meines Gottes an! Ich bin glücklich über Gott, meinen Retter. Mich, die ich gering und unbedeutend bin, hat er zu Großem berufen. Zu allen Zeiten wird man mich glücklich nennen, weil Gott so große Dinge an mir getan!“

Maria realisiert: Es ist kein Traum, ich lebe mitten in einer spannenden Geschichte, deren Ausgang ich noch nicht kenne. Gott hat mich da hinein gebracht und das macht mich über aller Unsicherheit und Angst unendlich glücklich.  Ihre Begeisterung über Gott geht weiter: „Die Barmherzigkeit des Herrn bleibt für immer und ewig. Sie gilt allen Menschen, die ihn ehren. Er streckt seinen starken Arm aus und fegt die Hochmütigen mit ihren stolzen Plänen hinweg. Er stürzt Herrscher von ihrem Thron, und Unterdrückte richtet er auf.  Die Hungrigen beschenkt er mit Gütern, und die Reichen schickt er mit leeren Händen weg. Seine Barmherzigkeit hat er uns, seinen Dienern, zugesagt. Er wird seinem Volk Israel helfen. Er hat es unseren Vorfahren versprochen und für immer zugesagt."

Was sind das für tiefe, prophetische Worte aus dem Mund eines schwangeren Mädchens!
Vor allem fällt auf: Sie beginnt mit dem Staunen über die Größe Gottes, die in ihrem Erleben sichtbar wird. Da ist kein Grummeln, kein Stöhnen, kein Jammern zu hören über die schwere Führung, die er ihr zumutet. Aber es ist eine spannende Erwartung zu hören: Wow! Gott macht etwas unvorstellbar Großes mit mir! Maria sieht nicht auf die Umstände, die ihr bevorstehen. Sie sorgt sich nicht, wie das alles wieder ins Lot kommen kann. Sie lebt: Vertraue dem Herrn deine Wege an - er wird es gut machen! Das ist der Grundton ihres Liedes.
Mir fällt auf, dass Maria hier nicht den Eingriff Gottes in ihre Lebensplanung thematisiert, sondern sich als einen Teil des Erbarmens Gottes erlebt: Gott kümmert sich um Hungrige und lässt Reiche draufzahlen! Er vergisst in seinem Erbarmen die nicht, die ihm vertrauen, die sich in die Kette der Gläubigen einreihen, die mit Abraham begonnen hat.
Maria kann Gott so von Herzen loben, weil sie auf Gott sieht.  Dankbar nimmt sie zur Kenntnis, wie sehr er sich um sie bemüht. Sie lässt es geschehen, ohne Gott mit Gebeten voller Bitten auf den Kurs zu bringen, den sie lieber hätte. Sie schlägt Gottes Kurs für ihr Leben ein und geht den Weg fröhlich mit. Ob das der Grund ist, warum Maria sich so ausgiebig über Gott freuen kann, während mir das manchmal sehr schwer fällt?

Mir geht es oft so, dass ich zuerst einmal alles aufliste, was Gott mir da zumutet. Ganz groß werden mir die Abstriche, die ich machen muss, wenn Gottes Führung plötzlich von meiner Lebensplanung abweicht. Mehrmals in meinem Leben brauchte ich lange, um ein Ja zu Gottes Wegen zu finden. Weil ich innerlich gegen Gottes Pläne kämpfte und dagegen betete, fehlte mir auch die Freude an Gott. Das änderte sich schlagartig in dem Moment, in dem ich ein Ja zu Gottes Wegen fand.

Momentan lebe in einer Phase, in der ich dankbar auf Gottes Führungen in den vergangenen Jahren zurücksehen kann.  Da waren schwere Jahre dabei, die ich erst aus meiner heutigen Perspektive als unendlich wertvolle Jahre registriert habe.

Das ist ein Punkt, bei dem ich etwas neidisch auf Maria bin und mir wünsche, es beim nächsten Mal gleich wie sie machen zu können: Bedingungslos  "ja" zu Gottes Wegen zu sagen, mir ein geistliches Umfeld zu suchen, wo ich still vor Gott werden kann - und mir damit einen Rahmen zu wählen, in dem die Vorfreude und Spannung auf Gottes Führungen die Sorge und Angst vor dem Unbekannten übersteigt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 21. Oktober 2011 um 12:22 Uhr
 
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