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In acht Lektionen zum Selbststudium oder für Hauskreise: Der Bibelgrundkurs "Gottes Weg zum Heil". Ein chronologischer Überblick, der Gottes Heilsgeschichte von 1. Mose bis zur Offenbarung beschreibt. Mehr...

Entscheidungen sinnvoll treffen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

Zu unserem Leben gehört es, dass wir täglich unzählige Entscheidungen treffen müssen. Es gibt Entscheidungen, die uns leicht oder schwer fallen. Wenn auf dem Frühstückstisch nur ein las Honig und ein Glas Marmelade stehen, fällt die Entscheidung, was ich mir aufs Brot schmiere deutlich leichter, als wenn ich vor einem üppigen Frühstücksbuffet eine Auswahl treffen muss.
Es gibt aber auch Entscheidungen, die mal mehr und mal weniger Auswirkungen auf unser Leben haben. Entscheide ich mich, das Fenster jetzt nicht zum Lüften aufzumachen, kann ich diese Entscheidung sehr kurzfristig korrigieren. Geht es bei der Entscheidung jedoch

um den Ehepartner oder meine Berufswahl, prägt das meine ganze  Zukunft. Mit Entscheidungen, die so weitreichende Folgen haben, tut man sich daher oft schwerer.
Der heutige Abschnitt aus dem Wort Gottes will uns eine Hilfestellungen geben, um gute Entscheidungen zu treffen.  Gute Entscheidungen - die möchten wir doch alle treffen. Die meisten Menschen würden dem zustimmen, dass sie bei allen Entscheidungen immer nur die beste Absicht vor Augen hatten. Reicht das aus? Aus meiner eigenen Erfahrung muss ich ehrlich sagen, dass diese Absicht oft nicht ausreicht.

Was ist denn „das Beste“? Und ist das, was ich als „das Beste“ empfinde, auch objektiv  „das Beste“?
Ist das Beste das, was mir gut tut, mir hilft, mich weiterbringt? Oder ist es das, was anderen hilft und meinem Umfeld gut tut? Wie objektiv kann meine Sichtweise von dem sein, was ich als das Beste empfinde? Habe ich immer ein reines Motiv?

Jeder, der Krimis liest oder ansieht, weiß: Die Schlüsselfrage bei der Suche nach Schuldigen ist immer auch die Frage nach dem Motiv.
Für wen war die Tat das Beste?
Wem hat es am meisten gebracht?
Wer hatte das stärkste Motiv dazu, die Entscheidung zu solch einem Verbrechen zu treffen?
Ganz sicher werden Sie, so wie ich, Menschen kennen, bei denen unser erster Gedanke ist: Was für ein Motiv hat er, wenn er jetzt so redet?

Ich hatte einen Studienkollegen, bei dem kam mir sofort dieser Gedanke, wenn er mich mit den Worten ansprach: „Walter, du bist doch mein allerliebster Freund“.  Da stand nie was Böses dahinter, aber sobald er diese Worte sprach, wusste ich: Jetzt will er irgendwas von dir. So gibt es Menschen in unserem Umfeld, bei denen wir ganz schnell die „hab - Acht - Stellung“ einnehmen, sobald sie in unsere Nähe kommen. Wir hören ihre Worte, versuchen aber das dahinter verborgene Motiv zu sehen. Aber: Sind wir anders? Das Wort Gottes spricht an dieser Stelle nicht von den anderen Menschen, es spricht mich an. Ja, ich finde mich in dem Satz viel zu gut wieder, in dem es heißt: „Einen jeglichen dünken seine Wege rein; ABER der Herr prüft die Geister!“ (2)
Natürlich halte ich meine Entscheidungen und mein Handeln für richtig. Und ganz sicher hat kein Mensch auf der ganzen Welt ein so reines Motiv wie ich! Denke ich, wenn ich mich verdacht habe. Denn hinter solchen Gedanken steht immer eine große Portion Hochmut und Stolz - und damit genau das, was Gott ein Gräuel ist.

Gott lässt sich nicht blenden. Er kennt mein Motiv. Er kennt meine Motivation, die mich treibt, meine Entscheidungen so und nicht anders zu treffen. Natürlich will ich immer das Beste, immer die richtige Entscheidung treffen, aber ich weiß auch, dass ich mir selber da nicht immer über den Weg trauen kann. Da geht es mir genau so, wie es David schon erging, als er betete:

 

 

Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle! (Ps 139,23)

 

Ich merke, wie oft ich mir mit meiner Stimmung, mit meinen früheren Erfahrungen und auch mit meiner begrenzten Zukunftskenntnis im Wege stehen kann; gerade dann, wenn es darum geht, gute Entscheidungen zu treffen. Da ergeht es mir ebenso wie König David, und auch wie seinem Sohn Salomo, dem Autor dieser Zeilen:
Befiehl dem Herrn deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.

Salomo nennt hier einen ganz entscheidenden, aber oft übersehenen Faktor, wenn es darum geht, die richtige Entscheidung zu treffen: Gott! „Befiehl Gott deine Wege an“ - heißt nichts anderes als: Rechne so fest mit Gott in allen Entscheidungen deines Lebens, wie du auch mit allen anderen Faktoren rechnest. Aber wem sage ich das. Sicher tun Sie das längst! Oder nicht? Wissen Sie, worüber ich immer wieder stolpere? Dass meine eigenen Worte und Gebete meine Motivation verraten können.
Da rutscht mir der Satz raus: „...jetzt hilft nur noch beten“. Der Satz ist zwar richtig, aber sehr oft heißt das: Jetzt habe ich alleine alles versucht. Jetzt kann ich nicht mehr. Jetzt bist Du, mein Gott, dran. Mein Werk ist zu Ende. Nun muss Gott es machen.
Oder wir haben in der Gemeinde Pläne gemacht, Ziele gesteckt. Und dann beten wir: „Jesus, jetzt segne, was wir uns vorgenommen haben“.  Müsste es nicht richtiger lauten: „Jesus, zeige uns, was wir tun sollen, damit du es segnen kannst?“
Ich habe jetzt etwas „Wortklauberei“ betrieben, das weiß ich. Aber mir ist an diesen Redewendungen aufgefallen, dass ich sie manchmal wirklich so falsch gebrauche. Dass es mir nur darum geht, dass Gott meine Pläne absegnet, ich ihn aber zu wenig bei diesen Plänen mitreden lasse. „Befiehl dem Herrn deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.“ Dazu gehört nicht nur die von mir vielleicht befürchtete Mitsprache Gottes, die dann meine Pläne in eine Richtung lenken könnte, in die ich nicht will.
Befiehl dem Herrn deine Werke, heißt, dass ich den in meine Pläne und Entscheidungen einbeziehe, der die Zukunft kennt und darum Dinge weiß, die ich nicht weiß. Wenn ich anfange zu planen, rede ich mit Gott darüber. Ich spreche im Gebet meine Gedanken aus. Ich spreche meine Wünsche, Hoffnungen, Ideen, wie auch meine Ängste und Sorgen offen vor Gott aus. Dabei rechne ich damit, dass er durch seinen Heiligen Geist auch meine Gedanken lenken und leiten kann. Und das tut er. Das erlebe ich immer wieder, wenn ich so meine Werke meinem Gott anbefehle.

Meine Werke Gott anbefehlen bedeutet für mich weiter, dass ich den mitreden lasse, der auch Unmögliches möglich machen kann. Ich rechne mit dem Wirken Gottes, der sogar meine Feinde zu Freunden machen kann. Und wenn sie es nicht werden wollen, so ist er es, der letztlich für Gerechtigkeit sorgen wird.
Vor einiger Zeit hatte ich so ein Gespräch mit einem Nachbarn vor mir, dem Parkplätze neben unserem Gemeindehaus gehören. Jeder, der dort parkte, bekam einen Zettel ans Auto, dass das verboten sei und er abgeschleppt werden würde. Ich hatte schon manche ausgesprochen unangenehme Erfahrung mit diesem Nachbarn hinter mir. Aber es ließ mir keine Ruhe. Und so ging ich betend, Gott das anbefehlend, zu ihm und fragte, ob wir die Parkplätze mieten könnten, damit sie nicht immer wieder zu einem Streitpunkt werden. Wie überrascht war ich, als in diesem Gespräch der Nachbar total freundlich war und uns erlaubte, dort unentgeldlich zu parken.
Gott meine Werke anbefehlen heißt nicht nur, dass er meine Pläne durchkreuzen kann, vielmehr heißt es, dass er Dinge möglich machen kann, die ohne ihn einfach nicht möglich sind.
Diese Faktoren in meiner Entscheidungsfindung nicht zu berücksichtigen ist grob fahrlässig. Wie viel einfacher hätte ich es im Rückblick auf mein bisheriges Leben haben können, wenn ich das bei allen Entscheidungen praktiziert hätte?
An der Vergangenheit kann ich nichts mehr ändern - aber die Zukunft liegt noch vor mir. Da kann ich meinen Gott so in meine Planungen, meine Entscheidungen mit hineinnehmen. Und das will ich auch tun.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. Mai 2011 um 14:34 Uhr
 
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Das Wort

Das Wort für Montag, 18. Dezember 2017

Sadrach, Mesach und Abednego sprachen zum König Nebukadnezar:

Unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König!

Daniel 3,17

Wir können zuversichtlich sagen: »Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte.«

Hebräer 13,6

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