| Butter bei die Fische |
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| Geschrieben von: Walter Undt |
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Drum-herum-Gerede und Worten ohne Inhalt. Mich erinnert das an Johannes 1,14: Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine HerrIichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
In kernigen Worten hat Luther da „Butter bei die Fische“ gegeben: Gott wird greifbar, man kann ihn in Jesus anfassen! Vorbei sind die Zeiten, in denen Gott eine geheimnisvolle, für die meisten Menschen unsichtbare Größe war. Gott kommt zu uns - und räumt gleichzeitig auf mit dem Wildwuchs, den die Theologen im Laufe der Jahrhunderte angesammelt hatten. Wie sehr hatten sie das Bild von Gott verzerrt! Was hatten sie die Menschen nicht alles an eigenen Vorstellungen über Gott gelehrt - und dann kam Jesus, und der war plötzlich so ganz anders…
In Jesus wird sichtbar, wie Gott ist! Nirgendwo kommt man der Vorstellung näher, wie Gott wirklich ist, als dort, wo man auf Jesus sieht.
Ja, Jesus ist ganz anders. Er ist aber auch anders als viele Vorstellungen, die heute über ihn durch die Gedanken der Menschen geistern. Die einen sehen in ihm das süße, verklärte Baby. Eine angenehme Vorstellung, so einen Gott zu haben, der einem nicht ins Leben reden kann! Andere sehen in ihm nur den Wundertäter und warten vielleicht lebenslang vergeblich auf ein Wunder nach ihrer Vorstellung. Oder ….
Wovon ist Ihre Vorstellung geprägt, wie Gott ist?
Unsere Zeit macht es uns nicht leichter als den Menschen damals. Heute gibt es unzählige Theologen und Verkündiger, die alle ihre Sicht haben. Jeder dient Gott auf seine eigene Weise - aber wer dient ihm auf Gottes Weise? Gab es damals zu wenig Möglichkeiten, etwas von Gott zu lesen, gibt es heute zu viel davon. Doch wer (zu)viel über Jesus liest, anstelle ihm zu begegnen - im Originaltext, der Bibel -, wird ihn nicht wirklich kennen lernen.
Diät ist in unseren Zeiten sicher gut, wenn es darum geht, nicht zu viel Butter an das Essen zu tun. Wer allerdings zu wenig Bibel an sein Leben tut, wird geistlich unterernährt und fällt schönen, aber oft nur halbwahren Aussagen zum Opfer. Darum bitte mehr „Butter bei die Fische“ - oder Lebensbrot für die Seele und weniger geistliches Fastfood, was verlockend aussieht, aber geistlich unterernährt. In diesem Sinn: einen gesunden und guten Appetit!
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 11. Januar 2011 um 08:54 Uhr |