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Alles Schleife - oder was? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Walter Undt   

Die Schleife muss passen!
  Gehören Sie zu denen, für die es ein Genuss ist, Geschenke hübsch zu verpacken? In Gedanken spielen Sie durch, wie der Beschenkte sein Geschenk in Empfang nimmt und mit steigender Spannung Schleife und Papier entfernt, um es dann staunend und freudig in den Händen zu halten.

Ich gebe zu, ich bin

da ein Banause! Geschenkpapier finde ich noch schön - muss aber nicht sein, und eine Schleife ist für mich auch überflüssig - wozu gibt es Klebefilm. Ok, Schleifen binden kann ich nicht, aber den Klebebandabroller beherrsche ich ziemlich gut.
Ja, Sie haben Recht! So schön wie mit Schleife verziert sieht so ein Geschenk dann nicht aus - aber es ist praktisch, und letztlich kommt es auf den Inhalt an - und nicht auf das Drumherum.
So unterschiedlich sind wir Menschen. Die einen mögen es praktisch, die anderen dekorativer. Doch spätestens beim Inhalt trifft man sich. Eine mehr oder weniger schöne Verpackung kann man noch verkraften, aber wenn der Inhalt nicht stimmt, ist die Stimmung hin!

Dasselbe gilt auch für Weihnachten und alle anderen christlichen Feste. Da gibt es auch die einen, die genießen die Leckereien und Schönheiten der Vorweihnachtszeit, während andere einfach nur froh sind, wenn alles vorbei ist. Die einen stressen sich in die Weihnachtszeit, andere lassen sie über sich ergehen, und wieder andere fliehen. Wie man seine Weihnachtszeit verbringt, entspricht aber nur Bedeutung der Schleife vom Geschenkpapier.


Weihnachten ist nur die Schleife!

 Dem einen gefällt es so, dem anderen anders. Wichtiger ist aber der Inhalt von Weihnachten - ob man sein Geschenk auch auspackt.
Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben lange überlegt, womit Sie einem anderen eine Freude machen können. Endlich hatten Sie die super Idee, haben viel dafür bezahlt, sie eingepackt und dann überreicht.

Sie haben sich vielleicht gewundert, dass der Beschenkte das Geschenk nicht sofort ausgepackt hat , aber ok, das kommt vor, wenn man viel Besuch hat oder viele Geschenke bekommt. Manchmal möchte man in Ruhe seine Geschenke auspacken und genießen.
 Aber dann, als Sie Wochen später wieder hinkamen,  war das Geschenk immer noch nicht ausgepackt. Es stand immer noch verschlossen rum, in einer Ecke. Immer wenn Sie zu Besuch kommen, zeigt der Beschenkte auf das Geschenk, sagt, wie sehr er sich freut, aber er packt es nie aus.

So extrem mag es wohl keinem ergehen - eher lässt man so ein Geschenk verschwinden, wenn man es nicht haben will. Einen Schenker so vor den Kopf zu stoßen, das tut man dann doch nicht.


Gottes Geschenk auspacken!
Wirklich? Jahr für Jahr strömen tausende von Menschen an Weihnachten in die Kirche - sie lieben das Gefühl, die Feier, sie sagen dem Schenke:r „Was für ein niedliches Geschenk - das hübsche Kind da in der Krippe“, und dann gehen sie wieder - bis zum nächsten Jahr. Jahr für Jahr wird das Geschenk bewundert, gefeiert, genossen - aber wer packt es aus?
Wer sieht nicht nur das Kind in der Krippe, das ja so ohnmächtig und süß ist, sondern den Gott, der sich so in unsere Hände gibt, um uns auf Augenhöhe zu begegnen, uns zu lehren, wie Menschsein funktioniert - und das wir einen Vater im Himmel haben, dem wir wichtig sind?
Wer packt das Geschenk aus, das aus Liebe zu uns in einer Krippe zur Welt kommt, um dann für unsere Schuld am Kreuz zu verbluten, damit wir LEBEN können?
Packen wir es aus: Sehen wir nicht nur das Kind in der Krippe, sondern den Gott, der so zu uns kommt, weil es kein größeres Geschenk für uns geben kann, als dass er in Jesus Mensch wird, um uns den Weg zurück  zum Vater freizumachen.
Bleiben Sie nicht mit offenem Mund an der Krippe stehen - gehen Sie hin zu dem, der Teil von unserem Leben werden will und ewiges Leben schenkt! Packen Sie es aus - und teilen Sie dieses Geschenk mit anderen!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Dezember 2009 um 00:31 Uhr
 
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