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In acht Lektionen zum Selbststudium oder für Hauskreise: Der Bibelgrundkurs "Gottes Weg zum Heil". Ein chronologischer Überblick, der Gottes Heilsgeschichte von 1. Mose bis zur Offenbarung beschreibt. Mehr...

Andachten
Angedacht - Andachten die zu vielerlei Gelegenheiten entstanden sind, z.B. für Gemeindebriefe, Radio Plassenburg, ERF

Richtig aufräumen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

„Verzug beim Abriss“ lautete eine Titelzeile der Lokalzeitung vor ein paar Tagen..


Warum ist „ein Abriss" eine Titelzeile wert, fragte ich mich? Was ist an daran das Besondere, dass man über Trümmer, Mülltrennung und Verzögerung schreibt? Die Antwort: Die Sehnsucht nach dem ersten Baustein des Neuaufbaus ist groß. Man möchte das Neue sehen, wartet auf das Neue und will den Schutt des Alten loswerden.  Logisch, dass man darum dem Moment entgegenfiebert, wo das Alte zur Vergangenheit und das Neue zur Gegenwart wird.

Klug ist, wer sich für das Aufräumen die nötige Zeit nimmt, „Klar-Schiff“ macht und dann sauber von vorne anfangen kann. Nur oberflächlich aufräumen geht viel schneller, als gründlich sauber zu machen. Aufräumen, indem man alles unter das Bett räumt oder wild im Schrank stapelt, geht schnell. Doch wehe, man öffnet dann die Tür zum Schrank...

Aufräumen, Altes abreißen, damit Neues werden kann, das gehört zum kleinen 1x1 des Lebens. Das bringen wir unseren Kindern bei, beim Aufräumen im ersten eigenen Zimmer und auch später noch. Wo immer etwas Altes durch Neues ersetzt werden muss, ist es klug, das Alte vorher gründlich zu entsorgen.

Dasselbe gilt auch für unser Leben. Im Laufe unseres Lebens schleichen sich oft Dinge ein, die sich als nicht gut herausstellen, die weg müssen, die blockieren, damit etwas Neues werden kann. Auch hier kann man dieselben Anfängerfehler machen wie beim Zimmeraufräumen, indem man nur oberflächlich, nur nach außen hin aufräumt. Man stapelt seine Altlasten in den Tiefen der Seele. Wehe, jemand oder ein Umstand öffnet dann die falsche Tür.

In den letzten Jahrzehnten sprossen die sogenannten „Seelenklempner“ nur so aus dem Boden. An jeder Ecke findet man heute Lebensberater, die uns anbieten, bei diesen Aufräumaktionen behilflich zu sein. Sie alle versprechen uns, dass sie es richtig machen werden, dass sie das Alte entsorgen wollen, damit wir Neues darauf aufbauen können.


Doch viele dieser Angebote gleichen denen von blinden Blindenführern, sind nicht seriös. Sie schichten die Probleme nur um, von der Stelle, wo es am meisten drückt auf eine andere, womit man dann eine Zeit lang ganz gut leben kann. Denn das, was unser Leben kaputt macht, Schuldgefühle, Versagen, durchlittene Ungerechtigkeit kann kein Berater wegzaubern. Am Ende bleibt immer die Erkenntnis übrig: Ich muss mich doch weiter mit meinen Altlasten herumschlagen. Es wäre zum Verzweifeln, wenn es wirklich keinen Ausweg gäbe. Aber es gibt ihn:

 


In Jesaja 43,19 heißt es:

Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.


Es gibt die Adresse, an der wir unser ganzes altes Leben entsorgen können. Buchstäblich „ent - Sorgen“! Denn der, der uns Menschen entworfen hat, der unseren Bauplan bis ins letzte Detail kennt, hat dafür eine Deponie eingerichtet: das Kreuz von Golgatha. Das ist der Ort, an dem ein neues Leben begonnen werden kann. Jesus macht es möglich. Wer sich an ihn wendet, bekommt Vergebung, Bewältigung seiner Vergangenheit und ein neues Leben.

Jesus ist die richtige Adresse. Denn kann es etwas Besseres geben, als wenn der Schöpfer höchstpersönlich unser altes Leben entsorgt und daraus etwas Neues werden lässt?

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Oktober 2017 um 23:15 Uhr
 
Vertrauenskrise PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

Der Diesel ist in der Krise. Manipulierte Abgaswerte, Täuschungen von Käufern und Behörden haben das Vertrauen in die Automobilbranche und den Diesel gestört. Doch es ist mehr als ein oberflächlicher Skandal. Es ist ein Symptom für eine Gesellschaft, die sich in einer existenziellen Vertrauenskrise befindet. Ich möchte es am Diesel deutlich machen: „Woran erkennt man, dass ein Diesel-Auto eine Dreckschleuder ist? Antwort: Nicht am Auspuff, sondern an den vorgeschriebenen Grenzwerten.“, so schreibt es Rainer Hank in der FAZ vom 6.8. unter der Übeschrift „Am E-Auto wird die Welt nicht genesen. 
Jeder normal Denkende fragt sich: Wo soll eigentlich der Strom für die vielen E-Autos herkommen? Neue Kernkraftwerke, noch mehr Stromtrassen?
Und warum soll der Diesel auf einmal so gefährlich sein?

Kühe sind gefährlicher als Autos

Der Risikoforscher Gerd Gigerenzer stellt klar: „Kühe sind gefährlicher als Autos“. Er sieht auf die Schadstoffe, die mit der Kuhhaltung verbunden sind und rechnet das um auf die Anzahl der dadurch Verstorbenen (FAZ 8.8.).Ob Klimaveränderung, Gendertheater oder Ehe für alle: Was früher galt, scheint heute nicht mehr zu gelten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Beim genauen Hinsehen bleiben am Ende nur Widersprüche offen. Wem kann man da überhaupt noch vertrauen? 
Das ist eine gute und wichtige Frage! Denn ohne Vertrauen bleiben Angst und Unsicherheit. Das erleben wir, das spüren wir, weil uns das alle betrifft - nicht nur die Dieselfahrer. Ein anderes Wort für Vertrauen ist übrigens Glaube. Probieren Sie aus, welche Auswirkung es auf Ihr Empfinden hat, wenn Sie diese beiden Worte  andersherum gebrauchen, als Sie es sonst immer tun. Das Neue Testamtent kennt dafür nur ein Wort.

Was kann ich noch glauben?

Unsere Vertrauenskrise ist im Grunde eine Glaubenskrise. Wem kann ich noch glauben? Auch für die Kirche gilt: Sie haben viel Vertrauen verspielt. Dazu beigetragen hat auch die bibelkritische Theologie. Wenn Kirchenführer besser als Gott wissen, was er wirklich gemeint hat, stellt sich auch jedem normal Denkenden die Frage: Was kann ich noch glauben, wenn selbst Theologen nicht mehr glauben? „Uns geht es einfach zu gut, darum kommen wir auf solche Ideen“ - so ähnlich las ich es in einem Kommentar im Rahmen der Dieseldiskussion. Ich fürchte, dass der Schreiber recht hat. Weil wir uns keine Gedanken mehr um existenzielle Fragen machen müssen, machen wir uns allerhand andere Gedanken. Dabei kommt nicht viel Sinnvolles heraus. Wichtiger wäre es, sich der Vertrauenskrise zu stellen, wieder eine Atmosphäre zu schaffen, in der man einander vertrauen, einander glauben kann.

Was durch alle Krisen trägt

Was mich durch alle Krisen trägt, ist unverändert das Wort Gottes. Gott hat sich allen Theologien zum Trotz bis heute nicht geändert. Sein Wort gilt. Er ist so vertrauenswürdig, dass ich ihm guten Gewissens glauben kann. Zu Mose hat Gott gesagt: Ich bin (2. Mose 3,14). Jesus hat dieses „Ich bin“ für uns anschaulich gemacht in den „Ich-bin-Worten“ des Johannesevangeliums. Und im Hebräerbrief (13,8) heißt es: „Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“

Die Bibel ist für mich das Fundament der Verlässlichkeit. Sie zeigt mir den Gott, dem ich glauben und vertrauen kann. Ob die Vertrauenskrisen unserer Zeit auch darin ihren Urspung haben, dass unsere Gesellschaft immer weniger diesem Gott vertraut?

 
Lieber kein böses Erwachen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Walter Undt   

 

 

 

 

Was können die Weisen Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen?
Jeremia 8,9


 

 

Stellen Sie sich vor:
Sie wollen Urlaub in einer Ihnen völlig unbekannten Gegend machen. Die Anreise hat bislang problemlos geklappt. Doch jetzt haben Sie sich hoffnungslos verfahren. Sie wissen nicht mehr, wo sie sind.
Ich habe da eine sehr unbewohnte Gegend irgendwo in Mecklenburg/Vorpommern vor Augen: Schlechte Straßen, wenig besiedelt und wenn, dann nur von ziemlich kleinen Siedlungen. Kein Ortsname sagt mir etwas und die Hinweisschilder helfen auch nicht weiter, weil dort auch nur Orte stehen, mit denen ich überhaupt nichts verbinde.

Was machen Sie, um aus der verfahrenen Situation zu kommen?
Zuerst einmal muss der eigene Standort bestimmt werden. Das geht mit einer herkömmlichen Straßenkarte ebenso wie mit einem Navigationsgerät. Während ich auf der Straßenkarte meinen Ort selbst suchen muss, zeigt mir das Navi dank Satellitenortung, wo ich mich gerade befinde.

Ich nutze in der Regel ein Navi.
Ob Sie es mit Karte oder Navi herausbekommen, ist egal, aber wichtig. Denn ohne den eigenen Standort zu kennen, wird es schwierig bis unmöglich, die richtige Richtung zu finden.
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Haben Sie schon mal versucht, Menschen nach dem richtigen Weg zu fragen? Das kann hilfreich sein - oder aber auch nicht. Manchmal kann man 25 da richtig in die Irre geschickt werden! Ich erinnere mich an einige unfreiwillige Stadtrundfahrten, wo Passanten meinten, es genau zu wissen.Das ist einer der Gründe, warum ich lieber mein Navi dabei habe.

Leider gibt es ein so geniales Teil noch nicht für den Weg durch das Leben. Ich fände das klasse: Morgens das „Lebensnavi" angemacht, kurze Ortung und dann die Erkenntnis: „Hier bin ich jetzt. Ok, ich bin doch etwas zu weit vom Weg zum Leben abgekommen, muss mal eben die Richtung korrigieren!“

Eine Ortungsmöglichkeit für meinen Lebensweg gibt es schon - sie besteht aus dem Worten 35 der Bibel. Sie ist mein Navi durchs Leben. Manchmal komme ich damit nur mühsam weiter. Dann ist es gut, geistliche Berater zu haben, die mir bei der Standortbestimmung und Neuausrichtung helfen können.
Das Risiko dabei ist, dass ich nicht weiß, ob diese Berater den Weg wirklich kennen. Wenn sie nur so tun als ob, können sie zwar richtig überzeugend sein - doch die Zeche habe ich zu zahlen.

Ganz übel erlebte dies das Volk Israel zur Zeit Jeremias. Da gab es viele solcher geistlichen Führer, die das Volk in die Irre führten. Sie kannten zwar die damalige Bibel, aber sie glaubten ihr nicht mehr unvoreingenommen. Sie hatten ihre eigene Lehre entwickelt. Diese Lehre führte das Volk über viele schöne Straßen, lullte es ein in gute Gefühle und versprach die schönste Zukunft. Zu spät kam das böse Erwachen.

Jeremia hatte den Auftrag bekommen, so etwas wie ein richtiger Navigator zu sein. Er sprach Klartext und verschönte die Lage nicht. Verzweifelt warnte er sein Volk, dass es nicht auf die hören solle, die sich als weise ausgaben, obwohl sie längst die Verbindung zu Gott verloren hatten:
„Was können die Weisen Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen?“

Diese Frage Jeremias war ein Versuch, das Volk zu einer himmlischen Standortbestimmung zu bringen, einem Ehrlich-Werden, wie es wirklich um sie aussah. Jeremias Bemühungen blieben sein Leben lang vergeblich. Am Ende verlor Israel sein Land, seine Heimat.
Wie froh bin ich, wenn mir mein Navi zeigt, in welchem Dilemma ich festsitze. Wie dankbar 60 sage ich: Hurra, jetzt finde ich den Weg da heraus!

Ich glaube, dass unsere Christenheit genau das heute so nötig hat wie Israel damals: Eine ehrliche Standortbestimmung aus der Perspektive der Bibel und eine ehrliche Skepsis gegenüber allen, die nur davon reden, dass alles schön und gut ist und gut werden wird.
Darum: Lieber ein dankbares Erschrecken heute, wo ich noch meinen Weg korrigieren kann, als ein böses Erwachen morgen!
( gesendet am 19.6.17 beim ERF, Wort zum Tag)
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 20:56 Uhr
 
Siegertypen (Überwinder) gesucht! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Walter Undt   

Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes.
Offenbarung 3,12




Das erste Wort, das mir auffällt, ist die Überwindung. Meine Gedanken sind sofort bei meinem inneren Schweinehund. Es sind die Themen, die mich behäbig machen, wenig bis gar nicht motivieren, etwas anzufassen, weil es einfach mühsam ist - und weil es keinen Spaß macht.


Der Hometrainer z. B. steht seit einigen Wochen in der Wohnung. Der Wille zum Training war da. Gedanklich bin ich auch fast jeden Tag gefahren - aber mich zu überwinden, wirklich zu fahren, dazu kam es selten. Unglaublich fantasievoll wären die Gründe, würde ich sie alle aufschreiben.


Unter dem Strich bleibt: ohne Fleiß kein Preis.Es hilft mir nicht, es bringt mich nicht weiter, wenn ich nichts tue. Nur wenn ich mich überwinde, dann habe ich auch etwas davon. Tue ich es nicht, muss ich die Zeche dafür zahlen.Im Reich Gottes ist das im Prinzip nicht anders. Nur die Folgen können schwerwiegender sein.


In der Offenbarung spricht Jesus sieben Gemeinden direkt an. In sieben Musterfällen wird uns beispielhaft genannt, worauf man als christliche Gemeinde sorgfältig achten sollte. Positiv hervorgehoben wird hier die Gemeinde in Philadelphia. Von ihr heißt es (8):

Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.

Ein paar Zeilen später steht:

Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er 30 soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes.

In die Gemeinde hatte sich eine Irrlehre eingeschlichen. Es gab da einige, die vorgaben, etwas zu sein, was sie nicht waren. Sie begannen offensichtlich Abstriche an Gottes Wort zu machen oder es umzudeuten.

Ganz besonders gefährlich ist sie, wenn sie aus den eigenen Reihen kommt. Wenn Menschen aus dem Kern der Gemeinde anfangen, ihre eigene Auslegung zu finden, eine Auslegung, die sich gut anhört, die Spaß macht und bei der man sich nicht groß überwinden muss. So ähnlich muss es in Philadelphia gewesen sein. Da waren Juden aufgetaucht, die taten nur so, als ob sie Juden seien. Jesus sagt: „Super, dass ihr nicht darauf hereingefallen seid! Ihr habt nicht den leichteren Weg gewählt. Ihr habt die Irrlehre überwunden.“ Und so hört ausgerechnet die Gemeinde mit der kleinen Kraft, dass sie ein Pfeiler, eine tragende Säule im Tempel Gottes ist. Gott selbst schreibt seinen Namen auf diesen Pfeiler.

Die kleine Gemeinde, die sich keinen i-Punkt vom Wort Gottes hat abbringen lassen, wird so zum Orientierungspunkt für alle anderen Gemeinden. Die Gemeindeleitung wird sich damit wenig Freunde gemacht haben - aber das Lob von höchster Stelle zeigt, dass sie auf dem richtigen Weg waren.

Wer überwindet, der...

Das ist der Schlüssel für eine segensreiche und nachhaltige Gottesbeziehung. Wer treu bleibt, hat es schwerer, aber dafür den HERRN auf seiner Seite.
Ich glaube, dass Jesus uns vor keiner Gefahr mehr gewarnt hat als vor dieser: Seine Worte nicht mehr ernst zu nehmen, sie abzuschwächen, zu verdrehen oder für überholt zu erklären. Es gibt nichts Gefährlicheres für Nachfolger Jesu als eine verfälschte Lehre.

Gibt es etwas, wo heute bei Ihnen die Überwindung gefragt ist?
Lassen Sie sich motivieren, alles auf Jesus zu setzen und es lieber mit Menschen als mit dem Herrn der Welt zu verscherzen!

 

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erstellt für ERF (Wort zum Tag) 18.6.17

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 20:57 Uhr
 
Das Märchen vom guten Hirten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

Ich bin groß geworden mit dem Bild des guten Hirten, wie er sein Schaf auf seinen starken Armen trägt. Was ist im Laufe der Jahre daraus geworden? Ich möchte es einmal provozierend so beschreiben:

Der gute Hirte steht für einen Gott, der sich um alles kümmert. Ein kleines Wehwechen - und er ist zur Stelle. Eine Sorge - und ich spüre seine Streicheleinheit. Eine Not - und er schaltet sie ab. Der gute Hirte ist zu einem Bild für die beste Versicherung geworden, die man sich vorstellen kann: Eine Rundum-Wohlfühlversorgung zum Nulltarif. Doch wehe, der gute Hirte packt nicht in Watte ein! Dann wird er mit Vorwürfen und Gebeten bombardiert, weil er seiner Pflicht nicht nachkommt. Er muss mich ja tragen - durch dick und dünn. Immer. Mein Wohlergehen - dafür ist er zuständig.

Das biblische Bild des guten Hirten ist manchmal zu einer Wunschvorstellung verkommen. Diese Vorstellung hat sich tief eingebrannt und ist bei dem Wort „Hirte“ sofort allgegenwärtig. Aber genau das ist ein Märchen. Versuchen wir einmal genau hinzusehen, wie der Hirte seinen Hirtendienst in Johannes 10,11-16 beschreibt:


Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht - und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie -, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.
Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.


Schnell stelle ich fest, was so gar nicht in mein früheres Bild vom guten Hirten passt: Seine Absicht ist es nicht, mich auf Wolke 7 durchs Leben zu tragen. Seine Mission ist, mich zu retten. Dafür hat er alles gegeben: sein eigenes Leben!
Bin ich gerettet, habe ich mich in seine Herde rufen lassen, ist es meine Aufgabe, ihm zu folgen, auf seine Stimme zu hören und mich von ihm führen zu lassen.


Es geht nicht zuerst um mein Wohlbefinden, sondern darum, auch andere zu retten, zurück zur Herde zu holen. Der Hirte sieht die, die verirrt sind. Der Hirte liebt sie. Der Hirte will sie alle! Meine Reaktion auf meine Rettung darf nicht sein, mich damit zufriedenzugeben, in Watte einpackt auf den Himmel zu warten, sondern in den Fußstapfen des Hirten mitzugehen, andere zu suchen.

Genau das kann ich in der Herde des guten Hirten nun ohne Angst tun. Jetzt bin ich nicht mehr allein, nicht ohne Hilfe, wenn Gefahren drohen. Da bin ich im Blick des guten Hirten, der uns kein ruhiges Leben, aber eine sichere Ankunft in „seinem Stall“ versprochen hat. In dieser Herde unterwegs zu sein heißt für mich: „… und wenn ich dann gestorben bin, lebe ich glücklich in alle Ewigkeit.“

 
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Das Wort

Das Wort für Montag, 18. Dezember 2017

Sadrach, Mesach und Abednego sprachen zum König Nebukadnezar:

Unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König!

Daniel 3,17

Wir können zuversichtlich sagen: »Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte.«

Hebräer 13,6

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